Grußwort

Auf dem Friedensweg, der Adresse unserer Friedenskirche, kann, trotz seines Namens, ab und zu schon recht lebhafter Verkehr herrschen; man merkt, wir leben im Zentrum des Ortes. Wenn dann plötzlich, von einem Moment auf den anderen, Ruhe herrscht, geht man doch mal gucken, was denn da los ist. Und stellt fest, die Kirche ist in eine Baumaßnahme einbezogen.

Eigentlich sollte das auch im übertragenen Sinne so sein. Kirche ist nie fertig, sie ist immer im Wandel und muss sich verändern, um das zu bleiben, was sie durch Gottes Geist sein soll: Ein Ort, der Gott nahbar und erfahrbar macht, der Ihn in den Mittelpunkt stellt und dennoch ganz den Menschen zugewandt ist, die auf Ihn hoffen. Auch in dieser Gemeinde wird äußerlich und innerlich umgebaut und manches können Sie darüber hier lesen: In der Pastorenwohnung muss ein Zimmer renoviert werden, der Gottesdienstsaal wurde für den Stationen-Gottesdienst im März umgeräumt, neue Sicherungsbestimmungen und ein Rahmenschutzkonzept gegen sexuelle Gewalt erfordern gegebenenfalls bauliche Veränderungen. Beim Gemeindefest, dem Seminar in der Region und ökumenischen Veranstaltungen, wie beim Weltgebetstag, bauen wir ständig um. Wenn außerkirchliche Gruppen, wie die Ganter-Musikanten, unsere Räume mit nutzen, wird ebenfalls hin- und wieder hergeräumt. Und beim Putztag im Juni bleibt gefühlt kein Stein auf dem anderen.

Tiefergehend kann man das Bild von der Baustelle darauf beziehen, dass ich als Pastorin in diesem Sommer während einer dreimonatigen Sabbatzeit nicht da sein werde. Das ist etwas Neues für die Gemeinde, deshalb wurde diese Umbauphase gut vom Gemeindevorstand vorbereitet. Dennoch bringen Baustellen immer Arbeit und Unruhe mit sich. Aber wir meinen, auch hier gilt der Spruch, der bei allen Renovierungen hilft: Erst wird‘s schlechter, wenn es nachher besser werden soll. Und darüber hinaus gilt in allen Zeiten die Zusage Gottes: „Lass dich nicht erschrecken, denn ich, der Herr, bin mit dir, in allem, was du tun wirst.“ (Josua 1,9) In allen Umbauten Ihres Lebens wünsche ich Ihnen die Erfahrung, dass Gott bei Ihnen ist

Es grüßt Sie herzlich Pastorin Ruthild Steinert