Jahreslosung 2026
„Gott spricht:
Siehe, ich mache alles neu!“
Offenbarung 21,5
„Alle Jahre wieder“ erklingen die vertrauten Melodien. Wie jedes Jahr zünden wir Kerzen am Adventskranz an, stellen Weihnachtsbäume auf, backen Plätzchen, feiern Gottesdienste. Wie wohltuend ist das Vertraute, wenn um uns herum so vieles in Bewegung ist. Denn ich bin manchmal müde von dem vielen Neuen, Veränderungen, die uns in Gesellschaft, in Kirche und auch persönlich fordern und verunsichern. Geht es Ihnen auch so?
Aber da ist dieses Wort für das neue Jahr 2026: „Siehe, ich mache alles neu!“ Ist das nicht genau das, was uns erschöpft – schon wieder etwas Neues? Davon haben wir doch genug! Irgendwo las ich den Satz: Gott macht nicht alles anders, sondern er macht alles ganz. In der Offenbarung des Johannes spricht Gott selbst diese Worte: „Siehe, ich mache alles neu!“ Gott ist der Handelnde. Er allein kann wirklich Neues schaffen – nicht nur oberflächlich, sondern von Grund auf. Es ist kein menschliches „Ich versuche, etwas zu ändern“, sondern eine göttliche Zusage.
Diese Verheißung richtet sich ursprünglich auf den großen Neuanfang am Ende der Zeiten: auf den neuen Himmel und die neue Erde ohne Leid und Schmerz und Tränen und mit Gott, der mitten unter uns wohnt. Manche sagen, das ist doch nur eine Vertröstung. Für mich steckt in dieser Hoffnung auf eine heilvolle Zukunft bei Gott eine Kraft schon für heute. Denn diese Zukunft hat in Jesus Christus schon begonnen.
Im Advent halten wir die Hoffnung wach, dass Christus auch in unserem Leben neu zur Welt kommt.
Wo er kommt, da wird Neues möglich, geschieht Heil – mitten im Alten, mitten in unserer Müdigkeit, mitten unter uns. „Siehe, ich mache alles neu.“ Auch in diesem Advent. Auch in dir. Auch heute.
Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein neues Jahr voller Hoffnung wünscht Ihnen
Pastorin Katharina Lange



